Die Wetterlage bis Montag den 2. August 2010

Wetterkarte Europa
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Zwischen Tiefdruckgebieten über Skandinavien und Norditalien sowie einer ausgeprägten Hochdruckzone auf dem Nordatlantik, die sich bis nach Frankreich und Großbritannien erstreckt, gelangt in einer nordwestlichen Höhenströmung kühle Meeresluft vom Nordatlantik über die Nordsee nach Deutschland, deren Ursprung das Polargebiet ist. Im Tagesverlauf wird sich der Hochdruckeinfluss auch auf den Süden und Westen Deutschlands ausdehnen. In der noch vorhandenen Höhenkaltluft können sich besonders im Süden Deutschlands Schauer und Gewitter entwickeln.

Im Laufe des Samstags verbindet sich die Hochdruckzone über dem Atlantik und Westeuropa mit einem Hochdruckgebiet über Osteuropa. Die entstehende Hochdruckbrücke verläuft über Deutschland. Ein neues Tief über der nördlichen Nordsee sorgt zusammen mit dieser Hochdruckzone für eine zunehmende Südwestströmung. Mit dieser wird aus Südeuropa wieder wärmere Luft herangeführt.

Bereits in der Nacht auf Sonntag wird die Kaltfront des Tiefs über der nördlichen Nordsee in den äußersten Westen Deutschlands ziehen. Dabei gelangt auf der Rückseite des sich nach Ostengland verlagernden Tiefs auf dessen Rückseite wieder kühlere Luft über die Nordsee bis nach Frankreich und Holland. Auf der Vorderseite wird dagegen sehr warme Luft aus Südeuropa nach Norden geleitet. Ein weiteres Tief entsteht zudem über Norddeutschland, das sich bis zum Abend Richtung Ostsee verlagern wird. Die Kaltfront des Tiefs bei England wird dabei bis zu einer Linie Rügen – Bodensee vorankommen und mit teilweise kräftigen Schauern und Gewittern über die Westhälfte Deutschlands ziehen. Der Osten und Südosten verbleibt dagegen noch unter Hochdruckeinfluss.

In der Nacht auf Montag erreicht die Kaltfront mit Schauern und Gewittern den äußersten Osten und Süden Deutschlands. Das Tief über England löst sich auf. Das über der Ostsee verlagert sich bis zum Abend nach Südskandinavien. Die warme Luft wird dabei nach Osten abgedrängt. In der einfließenden Kaltluft im Westen Deutschlands können sich Schauer und Gewitter bilden. Ein Tiefdruckgebiet über dem Balkan wird besonders im Südosten Deutschlands für dichte Wolken und teilweise ergiebige Niederschläge sorgen. Verstärkend für Schauer und Gewitter könnte zudem ein Tief über Brandenburg sein, welches sich im Tagesverlauf entwickelt.