Die Wetterlage bis Freitag den 30. Juli 2010

Wetterkarte Europa
Um das Bild in voller Größe zu sehen, bitte in das Bild klicken.

Eine Hochdruckzone, die sich von den Azoren über Nordspanien und Frankreich bis nach Deutschland und Skandinavien erstreckt, bestimmt in weiten Teilen, besonders am Vormittag das Wetter. Im Tagesverlauf bildet sich über Ostbrandenburg ein Tief, welches im Laufe des Abends langsam nordwärts zieht, sich aber auf seinem Weg wieder auflösen wird. Zugleich liegt bei Island ein Tief, welches zusammen mit der Hochdruckzone für eine westliche Luftströmung sorgt, in der milde Luft vom Atlantik nach Deutschland gelangt. Unser altes Tief, welches gestern vor allem im Westen und Süden Regen, Schauer und Gewitter brachte, wird ich am Vormittag über Thüringen auflösen und im Südosten Bayerns noch für Regen sorgen.

Am Mittwoch verlagert sich die Hochdruckzone etwas nach Süden. So erstreckt sie sich von den Azoren über Spanien, Frankreich, die Mitte Deutschlands bis zum Balkan. Ein Tief über Norditalien sorgt vor allem in den Alpen für ein paar Schauer und Gewitter. Weitere Tiefdruckgebiete über der Zentralen Ostsee und Südnorwegen werden Einfluss auf unser Wetter nehmen. Letzteres schickt im Tagesverlauf seine Kaltfront nach Deutschland. Sie wird bis zum Abend die Oder und die Neiße erreichen. Dabei wird auf der Vorderseite nochmals warme Luft in den Osten Deutschlands gelenkt. Der Westen gerät langsam in den Einfluss noch kühlerer Luft, die über den Nordatlantik und die Nordsee nach Süden geleitet wird.

Am Donnerstag löst sich das Tief über Südnorwegen auf. Das Tief von der zentralen Ostsee verlagert sich unter leichter Verstärkung nach Norden. Es erreicht mit seinem Kern in den Nachmittags- und Abendstunden Zentralschweden. Zudem können sich schwache Kaltlufttropfen über der Nordsee bilden, die hier für dichtere Wolken sorgen. In der einfließenden Höhenkaltluft bilden sich verbreitet Schauer und Gewitter. Der Hochdruckeinfluss wird nach Westen verdrängt. So erstreckt sich die Hochdruckzone von den Azoren über Frankreich, die Nordsee, Großbritannien und Norwegen bis ins Nordmeer. In der weiterhin nordwestlichen bis nördlichen Luftströmung gelangt weiterhin kühle Meeresluft, deren Ursprung das Polargebiet ist, nach Deutschland. Im Gegenzug wird sehr heiße Luft aus Nordafrika in den Osten Europas geleitet.

Am Freitag kann sich der Hochdruckeinfluss über Westeuropa wieder bis nach Süddeutschland ausbreiten. Reste der Kaltluft werden durch etwas mildere Luft abgelöst. Allerdings bilden sich in der Kaltluft, die noch über dem Osten und Süden Deutschlands liegen, Schauer und Gewitter. Der Westen und Nordwesten Deutschlands gelangt in etwas trockenere Luft, so dass sich die Sonne wieder häufiger zeigen wird.