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Umwelt - das Thema der Zukunft?

Lieber Leser und Leserinnen,

"Warum gibt es auch hier schon wieder eine Seite zum Thema Umwelt?", wird sich so manch einer fragen. Gründe gibt es bekanntlich viele, zum einen sicherlich das gegenwärtig allseits vorherrschende und häufig diskutierte Thema der globalen Erwärmung, zum anderen natürlich auch die damit zusammenhängenden Auswirkungen.

zukunft?

"Umwelt" - Was bedeutet das eigentlich? Besser, wie definiert man diesen Begriff überhaupt am besten? Kurz, Umwelt ist alles, was uns umgibt, angefangen bei der Erdkruste, über unsere Natur, alle Meere und Ozeane und die Flora und Fauna, die in ihnen und außerhalb auf den Kontinenten lebt, weiter über die Städte, Siedlungen und Bauten der Menschheit, bis schließlich hoch zur Erdatmosphäre, die alles umspannt. Ein großes Etwas, was uns da alle umgibt, fast nicht greifbar, und dennoch fast selbstverständlich, sozusagen immer um uns.

Aber was haben wir damit zu tun? Unser Handeln beeinflusst alles mehr oder weniger nachhaltig. Ein berühmter Satz lautet: "Ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann an einem anderen Ort einen schweren Sturm verursachen". Nachgewiesen wurde das noch nicht. Jedoch ist nachgewiesen, dass besonders wir Menschen einen großen Einfluss auf unsere Umwelt haben.

Mit der Industrialisierung begann der Mensch unbewusst Einfluss auf die Umwelt zu nehmen. Zum damaligen Zeitpunkt wusste man noch nicht, welche Folgen die Verbrennung von Kohle und anderen Brennstoffen hat. Heute weiß man es zwar, nur scheint sich noch kein entgültiges Konzept gefunden zu haben. Vielleicht liegt es einfach daran, dass alles was heute eingespart wird, sich erst in etwa 50 Jahren bemerkbar macht.

Hört man den Politikern zu, könnte man denken, sie wüssten nicht, wovon sie reden. Einerseits soll der Kohlendioxidausstoß (CO2) verringert werden, andererseits scheitert dies immer wieder an der Umsetzung. So fordert die Politik seit Jahren ein "3-Liter-Auto" von der Industrie, doch durchgesetzt hat es sich nicht. Vor ein paar Jahren kam schon einmal ein großer Autobauer mit einem "3-Liter-Auto" auf den Markt, jedoch ohne Erfolg. Schuld schien in diesem Fall der Kunde zu sein. Hochtechnisiert müssen Autos sein, richtig was unter der Haube haben, und sie sollten nicht viel Kosten. Gut, also bleibt man bei der alten Technik, nur mit dem Unterschied, dass der Verbrauch eines Neuwagens immer noch bei 7-10 Liter pro 100 Kilometer liegt. Der gleiche Stand, wie vor zehn Jahren.

Ein anderes Beispiel, dem besonders die deutsche Autoindustrie folgen sollte, ist Frankreich. Hier wird seit Jahren in Dieselfahrzeuge der sogenannte Rußpartikelfilter eingebaut und das serienmäßig. Hierzulande wurde erst mit Auflagen der Einbau in Neufahrzeuge Pflicht. Seit 2001 wussten Politiker, dass Anfang 2006 die Verordnung für diese Filter in Kraft tritt, aber es gab scheinbar Wichtigeres. Letzten Endes bleibt der Endverbraucher auf den Kosten für das Nachrüsten sitzen, nur weil ein so wichtiger Punkt in die unterste Schublade gelegt und vergessen wurde.

Genauso ist es dann auch bei dem Thema CO2-Ausstoß. Eine Weltmacht wie die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) ist die, auf gut deutsch gesagt, größte Dreckschleuder. Aber auch dort versucht man jetzt langsam etwas gegen den CO2-Ausstoß zu machen: Autos, die treibstoffsparender sind, werden jetzt endlich gebaut.

Wie schon oben geschrieben, wird es noch 50 Jahre dauern, bis sich das heutige Einsparen von Kohlendioxid bemerkbar macht.

Was kann nun jeder Einzelne machen? Anhand des Vergleiches einer herkömmlichen Glühlampe mit einer Energiesparlampe will ich versuchen das zu verdeutlichen.

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Der Wirkungsgrad von Glühlampen ist gering. Er beträgt gerade einmal 5%. Der größte Teil der verbrauchten Energie wird in Wärme umgewandelt.

Vergleicht man die Lichtausbeute einer Glühlampe mit der Lichtausbeute einer Energiesparlampe, so beträgt er bei einer herkömmlichen 60 Watt Glühlampe nur 12,17 lm/W. Bei der Energiesparlampe mit einer Leistung von 10 Watt beträgt die Lichtausbeute 60 lm/W. Damit ist der Wirkungsgrad einer Energiesparlampe gut fünfmal höher als bei einer herkömmlichen Glühlampe.

Da man aber mit Lichtausbeute oder Wirkungsgrad im Alltag nicht viel anfangen kann, kann man diese Werte in bares Geld umrechnen. Auf 1000 Stunden gerechnet verbraucht die Glühlampe 60 kWh, das macht bei einem Durchschnittsstrompreis von 20 Cent/kWh 12,00 Euro. Die Energiesparlampe verbraucht in der selben Zeit 10 kWh oder umgerechnet 2 Euro.

Eine Vergleichsrechnung. Der Anschaffungspreis einer Energiesparlampe beträgt im Durchschnitt 7 Euro, je nach Hersteller etwas mehr oder weniger. Der Preis einer Glühlampe liegt dagegen bei etwa 50 Cent. Klarer Favorit wäre dann erst einmal die Glühlampe.

Nun geht man bei Glühlampen von einer Durchschnittslebensdauer von etwa 1000 Stunden aus, bei der Energiesparlampe von 6000 Stunden. Schon verändert sich das Ergebnis.

Eine kleine Rechnung:

Anschaffungspreis in Euro Stromverbrauch in Euro Gesamtbetrag
AGL¹ 6x0,50 € = 3,00 € 6x12,00 € 75,00 €
ESL² 1x7,00 € = 7,00 € 6x2,00 € 19,00 €
Differenz nach 6000 Stunden   59,00 €
     
¹ Glühlampe, ² Energiesparlampe    

Die Berechnung bezieht sich in diesem Fall nur auf eine Lampe. Durchschnittlich sind in einer Wohnung 5 oder mehr Lampen. Je nach Anzahl kann sich jeder ausrechnen, wie viel er beim Wechsel der Lampe einsparen würde.

Art der Lampe Leistung Lichtstrom lm Verbrauch in 1000¹ Verbrauch in Euro² Lebensdauer in Stunden Wirkungsgrad
Allgebrauchslampe (Glühlampe) 25 W 230 25 kWh 5,00 1000  
  40 W 430 40 kWh 8,00 1000  
  60 W 730 60 kWh 12,00 1000  
  75 W 960 75 kWh 15,00 1000  
  100 W 1380 100 kWh 20,00 1000  
             
Leuchtstofflampe Stabform 18 W* 1450 29 kWh 5,80 6000  
KVG (konventionelles Vorschaltgerät) 36 W* 3450 47 kWh 9,40 6000  
Leistung +11 Watt Vorschaltgerät 58 W* 5400 69 kWh 19,20 6000  
             
Leuchtstofflampen Stabform 18 W*   21 kWh 4,20 6000  
EVG (elektronisches Vorschaltgerät) 36 W*   39 kWh 7,80 6000  
Leistung + 3 Watt Vorschaltgerät 58 W*   61 kWh 12,20 6000  
             
Energiesparlampen 7 W 230 7 kWh 1,40 6000  
  9 W 450 9 kWh 1,80 6000  
  10 W 600 10 kWh 2,00 6000  
  13 W 900 13 kWh 2,60 6000  
  18 W 1200 18 kWh 3,60 6000  
  25 W 1800 25 kWh 5,00 6000  
             
¹ ca. 5,5 Monate bei 6 Betriebsstunden täglich            
² Durchschnittspreis 0,20 €/kWh            
* Nennleistung ohne Vorschaltgerät            

Gleiche Farben bei Glüh- und Energiesparlampen bedeuten annähernd gleichen Lichtstrom.

Artikel geschrieben von Maik Thomaß, Co-Autor: B.B.
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