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Naturgewalten und Naturphänomene

Blitze - Stürme - Schnee - Regen

Donner und Blitze

Auf dieser Seite werden Naturgewalten und Naturphänomene erscheinen. Kurze Erläuterungen und wichtige Eckdaten werden dabei eine große Rolle spielen. Da sich das Wetter und die Natur stets und ständig neu zeigen, wird es immer wieder Neuerungen auf dieser Seite geben.

2006 Blitz in der Nacht
2006 Blitz in der Nacht über Rostock

Beide Aufnahmen entstanden bei einem schweren Gewitter am 29.08.2006 über Rostock. Die Kraft der Blitze lässt sich nur erahnen. Weitere Blitzbilder gibt es hier zu sehen.

Wie entstehen Gewitter?

Gewitter entstehen meist an heißen Tagen, können aber auch in labilen Luftmassen und im Winter in Verbindung mit Stürmen auftreten.
Nehmen wir einen warmen Sommertag. Noch scheint sich das Wetter zu halten. Der Himmel ist am Morgen noch wolkenlos. Doch schon im Laufe des Tages ziehen erste hohe Wolkenfelder auf, die eine Wetteränderung ankündigen. Noch ahnt man nicht, dass sich binnen weniger Stunden teilweise kräftige Schauer und Gewitter bilden und entladen.
Oft wird es an solchen Tagen unerträglich warm. Die Temperatur steigt und nachfolgend auch die Luftfeuchtigkeit, die uns das Wetter schwülwarm erscheinen lässt.
Schon in den Mittagsstunden ist der Sonnenschein nicht mehr so ungetrübt wie am Morgen. Neben den hohen Wolken bilden sich auch schon die ersten Quellwolken, die rasch in die Höhe wachsen und deren Unterseite sich langsam dunkel färbt.

Quellwolke über der Ostsee
Für viele noch immer ein schöner Anblick, wie auf dem Foto zu erkennen ist. Nur wenige Augenblicke später fallen die ersten Regentropfen, die schnell größer werden. Auch die ersten kleinen Hagelkörner können sich unter den Regen mischen.
Je höher die Quellwolke in den Himmel wächst, um so stärker sind die Niederschläge.
Angekündigt wird ein Gewitter durch die Böenwalze, eine bedrohlich aussehende, schwarze Wand.
Innerhalb der Wolke herrschen starke Auf- und Abwinde. Die anfänglich kleinen Regentropfen schießen förmlich in der Wolke nach oben, kühlen ab, fallen wieder herunter, vergrößern sich und werden erneut nach oben transportiert. Durch die Abkühlung vereisen die Tropfen, es entsteht Hagel.
Durch die ständige Auf- und Abbewegung innerhalb der Wolke werden elektrische Ladungen getrennt. Ist die Ladungstrennung so groß geworden, dass die isolierende Wirkung der Luftschicht nicht mehr ausreicht, kommt es zum "Kurzschluss" zwischen Himmel und Erde.

Diesen Kurzschluss nehmen wir als Blitz wahr. Ähnlich wie beim Kurzschluss kommt es zum hellen Leuchten und zu einem Knall. Beim Gewitter sprechen wir von Blitz und Donner. Blitze sind meist nur wenige Millisekunden zu sehen. Der sogenannte Blitzkanal ist nur einige Zentimeter breit. Die ihm umgebene Luft erwärmt sich schlagartig auf bis zu 30000°C und dehnt sich mit etwa 330 Metern pro Sekunde aus. Die daraus entstehende Schockwelle nehmen wir als Donner wahr. Ist ein Gewitter noch etwa 15 Kilometer entfernt, so hören wir ein dumpfes Donnergrollen. Kommt das Gewitter näher, und schlagen die Blitze nur wenige hundert Meter neben uns ein, so ist der Donner deutlich lauter. Er hört sich an, wie Peitschen oder Bretter, die Auf die Straße geworfen werden.
Neben den Blitzen kommt es auch zu starken Regenfällen und Hagel. Innerhalb kürzester Zeit können 20 bis 40 Millimeter Niederschlag auf einen Quadratmeter fallen, Hagelkörner von zwei bis fünf Zentimeter Größe können zu gefährlichen Geschossen werden. Fahrbahnen verwandeln sich binnen kurzer Zeit in Bäche und Flüsse, Felder in Seenlandschaften.
Normalerweise dauern Gewitter etwa 30 bis 60 Minuten an.
Nun hatten wir in den frühen Morgenstunden des 27. Augusts und am frühen Abend des 29. Augusts 2006 Gewitter die nicht nur 30 oder 60 Minuten andauerten, sondern sich über 3 bis 5 Stunden hielten.

Sturm an der Küste

Was mich persönlich immer wieder fasziniert ist die Gewalt des Wassers an der Küste, gepaart mit Sturm. Häufig treten hier in Mecklenburg-Vorpommern Stürme im Herbst und Frühjahr auf, seltener im Sommer.

Sturm an der Ostsee im Juni
Im Juni 2001 gab es mehrere Stürme. Die vorherrschende Windrichtung war Nordwest bis Nord. Der Wind drückte das Wasser direkt an die Küste.
Wie auf dem linken Bild zu sehen, wurde der gesamte Strand von den Wassermassen überflutet. Zum Sturm und dem damit verbundenen hohen Wasserstand kam Regen. Die Temperatur lag bei gerade mal 14 Grad, und das Mitte Juni. Große Teile der Steilküste, wie hier in Elmenhorst bei Rostock wurden damals abgetragen. Solche Stürme wie im Juni 2001 sind eher selten, aber tragen auch dazu bei, dass die Küste immer in Bewegung bleibt.
Sturm an der Ostsee Warnemünde Westmole Sturm an der Ostsee Warnemünde Westmole
Auch im Juli 2005 zeigte die Ostsee, welche Kraft in ihr steckt. Bei mittleren Windgeschwindigkeiten von 8 aus Nordwest und 1,5 bis 2 Meter hohen Wellen wurde das Wasser direkt an die Küste gedrückt. Die Warnemünder Westmole wurde von den Wellen gewissermaßen verschluckt. Auch hier lag die Tageshöchsttemperatur bei nur 14°C. Siehe Bilder links.

Schnee

Schnee Bus der RSAG im Winter Groß Klein Rostock
Schnee ist in Norddeutschland eher eine Seltenheit geworden. Im Dezember 2005 gab es endlich mal wieder einiges von der weißen Pracht. So vielen am 29.12.2005 alleine 15 cm Neuschnee. Das mag jetzt vielleicht wenig klingen, ist aber innerhalb von 10 Stunden eine ziemlich große Menge. Räum- und Streudienste hatten alle Hände voll zu tun. Am 31.12.2005 lagen insgesamt 25 cm Schnee. Hinzu kam, dass die Temperatur innerhalb von vier Tagen um gut 13 Grad gefallen ist. am 24.12. gab es noch eine Höchsttemperatur von 8,6 Grad, am 27.12. bereits eine Tiefsttemperatur von -4,7 Grad. Weiter runter ging es in den Folgetagen bei aufgeklarten Himmel. Die Lufttemperatur lag bei -8,0°C.
Winter an der Ostsee, Schnee
Das neue Jahr begann dann mit windigem Tauwetter. Erst Mitte Januar nahm der Winter einen erneuten Anlauf. Am 19.01.2006 fielen über Nacht und am Tage 8 cm Neuschnee. Auch hier das gewohnte Bild, die Räumung der Straßen kam nur schleppend voran.

Schneedecke auf Balkon Winterimpressionen Winter in Rostock

Regen

Regen ist eigentlich nichts besonderes. Es gibt Tage an denen fällt kaum oder keiner, dann gibt es Tage wie den 29. August 2006. An diesem Tag fielen über 74 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 5 Stunden. Um sich das mal bildlich vorzustellen: Man nimmt einen 10-Liter-Eimer füllt diesen 7 Mal und beim 8. Mal nicht ganz bis zur Hälfte.
Wie konnte es zu diesen enormen Wassermassen innerhalb so kurzer Zeit kommen? Wettertechnisch gesehen war es kein besonderer Tag. Den ganzen Tag starke Bewölkung, die Temperatur schwankte zwischen 11,1 Grad am Morgen und Nachmittagstemperaturen bis 16,8°C. In den Abendstunden bildeten sich kräftige Schauerwolken über der Ostsee vor Rostock, die langsam Richtung Südosten zogen. Mit im Gepäck hatten sie Blitz, Donner und Starkregen, sowie Hagel. Da der Nachschub an Wolken nicht abriss, und diese nur langsam Richtung Süden zogen, konnten innerhalb von 5 Stunden diese enormen Mengen an Niederschlag fallen.
Folgen waren vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, im Osten der Stadt war Krummendorf mehrere Tage überflutet. Die Haltestellen Holbeinplatz, Parkstraße und Kabuzenhof waren überflutet. Hier ging mehrere Stunden nichts mehr.

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